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Fürstenberg in Mecklenburg

Wer Ansichtskarten aus den zwanziger und dreißiger Jahren betrachtet, wird immer von Fürstenberg i. Meckl. lesen. Jahrhundertelang war die Stadt mecklenburgisch, bis Anfang der fünfziger Jahre entschieden wurde, dieses Gebiet fortan zu Brandenburg zu zählen. In der DDR waren die Länder aufgehoben und erst, als dieser Staat plötzlich abhanden kam, entstanden die alten Länder neu. Die Kirchen rechnen offenbar in anderen Zeiträume als weltliche Herrschaften und ließen ihre territorialen Gliederungen unangetastet.


Pilgern hat Tradition, seit Jahrhunderten folgen Menschen Pilgerpfaden.Das Pilgern kennen wir aus allen Religionen und Kulturen in allen Teilen der Welt zu allen Zeiten. Das Wort Wallfahrt leitet sich ab aus dem altenglischen weallian, was so viel bedeutet wie wandern oder reisen. Allerdings ist eine Wallfahrt grundsätzlich verbunden mit einem religiösen Ereignis. Gläubige wallfahren, um ein heiliges Gebot zu erfüllen oder um ein bestimmtes Pilgerziel aufzusuchen. Heute bringen wir den Begriff Wallfahrt hauptsächlich mit katholischen Pilgerzielen in Verbindung, gibt es doch auch über 10.000 christliche heilige Pilgerstätten, die wir aufsuchen können. Allerdings hat das Wallfahren wie auch eine Pilgerreise nicht erst seit dem Christentum herausragende Bedeutung.

Das Wort Pilger kommt aus dem Lateinischen – > peregrinus. Klassisch bedeutet Pilger Fremder. Das lateinische „Peregrinus“ setzt sich zusammen „per“ (über, durch) und „ager“(Acker). Entsprechend ist ein Pilger/Pilgrim/Peregrinus aus der Überlieferung her jemand, der seinen Weg „über den Acker“ macht, (per ager) also durch und über das Land geht. Demzufolge darf man „peregrinari“ übersetzen mit „pilgern“, „unterwegs sein“, „in der Fremde sein“, „wandern“.


Pilgern ist "Wandern mit Gott"


In Mecklenburg-Vorpommern und nördlichen Brandenburg soll Ostern 2011 ein neuer Pilgerweg eröffnet werden. Die geplante Route "Mecklenburgische Seenplatte" wurde am 25.01.2011 in der Neubrandenburger St. Johannis-Kirche erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Zuständig ist der evangelische Kirchenkreis Stargard. Fürstenberg/Havel gehört dazu. Ein Relikt der Tatsache, dass Fürstenberg mehr als 600 Jahre lang mecklenburgisch war. Hier gehts zum aktuellen Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Der 14-Tage Rundweg

Die Strecke wird auf rund 250 Kilometern von Friedland nach Mirow durch den Kirchenkreis Stargard und den Müritz-Nationalpark sowie durch den Landkreis Mecklenburg-Strelitz, den nördlichen Rand des brandenburgischen Landkreis Oberhavel und das Randgebiet des Müritz-Kreises führen. Der Pilgerweg, der seit zwei Jahren vorbereitet wird, ist ein Gemeinschaftsprojekt von Kirchenkreis, Landkreis Mecklenburg-Strelitz und Nationalpark.

Übernachtungen privat und kommerziell

Übernachtungen sollen in Kirchgemeinden und bei Privatpersonen möglich sein. Weitere Quartiergeber werden gesucht. Die Alte Reederei hat als erster Beherbergungsbetrieb in Fürstenberg reagiert und seine Mitarbeit angeboten. Eine Internetseite zu dem Pilgerweg ist im Aufbau, ein Pilgerführer soll gedruckt werden.

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Unsere Pilger-Quartiere

Wir bieten den Pilgerern an, was wir haben. In erster Linie also die Ferienwohnungen und es ist klar, dass das kein wirklich passendes Angebot ist, sondern "overdressed". Sobald unsere Radlerherberge fertig gestellt sein wird, werden wir angemessener reagieren können, wenn fromme Wanderer anklopfen. Was aber auch schon heute gehen wird (und ab 2012 dann noch besser) ist, unsere Aufbettungsmöglichkeiten vorzustellen und die sanitären Möglichkeiten im Umfeld sowie unsere Gartenküche, die ja nur im Winter geschlossen ist. Für Winterpilgerer werden wir im Haupthaus Lösungen finden; keiner soll hungern oder frieren.


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Presse aktuell: Granseezeitung 10.03.2011

Fürstenberg (pilz) –  Pilger suchen nicht nur Stille oder innere Einkehr – sie suchen auch ein Lager für die Nacht oder Verpflegung. Davon ist der Fürstenberger Tourismusverein überzeugt. Den Nutzern des künftigen Mecklenburger Pilgerpfades will man deshalb Angebote machen.

Doch nicht nur das – Michael Wittke vom Vorstand des Vereins bekräftigte, dass die Touristiker auch eigene Ideen für Routen einbringen wollen. „Zwar steht die offizielle Strecke zwischen Friedland und Mirow sowie Fürstenberg fest, aber kleine Abweichungen können machbar sein“, sagte der Betreiber der Herberge „Alte Reederei“.

Mit der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde haben Vertreter des Vereins am Dienstag eine Kooperation beraten – wobei die Christen dafür plädierten, vor allem im Pfarrhaus Schlafplätze zur Verfügung zu stellen und die offene Kirche den Ankömmlingen aus der Ferne zu präsentieren.

Die Touristiker begrüßen das und wollen sich dem Thema „Wandern mit Gott“ mit Respekt nähern. Falls viele Wallfahrer die Wasserstadt besuchen, wolle man ihnen mit Sonderkonditionen Unterkünfte zur Verfügung stellen. „Wichtig ist, dass wir als Gemeinde Gastlichkeit ausstrahlen“, sagte Wittke. Gemeinsam mit Margit Nitschke von der Stadtverwaltung und Bärbel Liske vom Landkreis Mecklenburg-Strelitz haben die Touristiker die Wegeführung zwischen Altthymen, Fürstenberg und Kleinmenow diskutiert und präzisiert. Faltblätter, Schilder und Karten müssten noch angefertigt werden.

Freigegeben wird der Weg laut Wittke am Ostermontag, 25. April, mit einem festlichen Gottesdienst in der Althymener Dorfkirche. „Wir beteiligen uns mit dem gebotenen Respekt und wollen für das Projekt im Umfeld der Kirche werben“, erläuterte der Touristiker. Reizvolle Routen habe man sich ausgedacht zwischen Altthymen und Fürstenberg. Möglich sollte auch ein Abstecher zur Gedenkstätte sein.